object-based narrative interface
Ausstellungen erzählen Geschichten. Aber die meisten Geschichten haben nur einen Anfang.
Vermittlung bleibt in den meisten Ausstellungen linear. Besucherinnen folgen einem vorgegebenen Pfad — von Objekt zu Objekt, entlang von Texten. Entdeckung bleibt passiv.
plurals stellt das um.
Gleichzeitig, kombinierbar, haptisch erfahrbar. Gesteuert durch Objekte, nicht durch Bildschirme. Mit messbarem Nutzungsverhalten — und den Daten, die Institutionen für fundierte Entscheidungen brauchen.
Hardware, Software und Inhalte funktionieren als Einheit — sichtbar nur dort, wo es zählt: in der Interaktion.
Von der einfachen Aktivierung bis zur parametrischen Erkundung. ↓ tokens aktivieren
Ein Token auf der stage. Ein Inhalt startet. Zugänglich, ohne Anleitung.
Mehrere Tokens gleichzeitig. Ein neuer Inhalt entsteht — einer, der nur durch diese Kombination möglich ist.
Rotation und Kippung steuern Parameter. Die Tokens werden zu aktiven Instrumenten.
plurals passt sich dem Ausstellungskontext an — nicht umgekehrt.
tokena für Klimazone, tokene für Artengruppe, tokeni für Zeitraum. Kombiniert: Regenwald × Säugetiere × heute. Dreht man tokena, verschiebt sich die Klimazone. Kippt man tokeni, springt die Zeitachse.
plurals macht aus einer Ausstellung über Natur eine navigierbare Welt.
tokena für Künstlerin, tokene für Epoche, tokeni für Werk. Kombiniert: ein spezifischer Moment der Kunstgeschichte. Die Rotation steuert den Fokus — von Biografie zu Einflüssen zu Zeitgenossen.
plurals macht Kunstgeschichte nicht erklärbar, sondern erfahrbar.
Drei Tokens, drei Perspektiven auf dasselbe Ereignis — nebeneinander, ohne Wertung. Die Kippachse steuert den Abstraktionsgrad: von persönlichem Zeugnis zu historischer Einordnung.
plurals vermittelt historische Komplexität — ohne zu vereinfachen.
Die Tokens sind keine Peripheriegeräte. Sie sind gestaltete Objekte — präzise in Form, Material und Haptik.
Drei elementare Formen — Zylinder, Würfel, Pyramide — in den Grundfarben Rot, Grün, Blau. Die Form soll Aufmerksamkeit auf die Interaktion lenken, nicht auf sich selbst.
Holz · 3D-Druck
Ein strukturierter Designprozess übersetzt die Anforderungen der Institution in Form — gemeinsam entwickelt, handwerklich gefertigt.
Keramik · Resin · Sand-3D-Druck · Holz
Von der Anforderungsanalyse bis zur finalen Produktion — gemeinsame gestalterische Arbeit mit klar definierten Phasen und Qualitätsstandards.
Inhalte per Drag & Drop zuweisen. Audio, Video, Echtzeit-Visualisierung. Jederzeit austauschbar.
Welche Kombinationen, wie lange, in welcher Reihenfolge. In Echtzeit und auswertbar.
Strukturierte Auswertungen für Förderberichte und kuratorische Entscheidungen.
Ausstellungskontext, Zielgruppen, inhaltliche Schwerpunkte.
Interaktionskonzept, Token-Zuweisungen, Kombinationslogik.
Tokens fertigen, Inhalte einpflegen, System konfigurieren.
Vor Ort installieren, Team einführen. plurals bleibt in der Hand der Institution.
Wir bleiben Partner über die Installation hinaus.
plurals wird in enger Zusammenarbeit mit Museumspartnern entwickelt — in echten Ausstellungskontexten, mit echtem Publikum.
Interessierte Institutionen sind eingeladen, das System vor Ort zu erleben.
Der Besuch wird zur individuellen Erfahrung — vom ersten Moment an.
Ein Ausgabeautomat mit Touchscreen. Drei bis fünf Haltungsfragen, unter zwei Minuten. Der Automat gibt einen Token aus, der auf das Profil konfiguriert ist.
Zwei Besucherinnen, derselbe Token, dieselbe stage — zwei verschiedene Geschichten. Kombinationen mit fremden Tokens erzeugen Überschneidungen, die keine Person allein erlebt hätte.
Welche Profile haben welche Wege genommen? plurals personal macht Ausstellungen zu sozialen Experimenten.
Nach dem Besuch: Profil gelöscht, Token zurückgegeben, neu konfiguriert. Dasselbe Objekt. Eine neue Geschichte.
„Der Moment, in dem ein Besuchender einen Token zieht, der für ihn konfiguriert wurde — das ist der Moment, in dem Vermittlung persönlich wird."
Installation, Demonstrationstermin oder Kooperation.
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